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Es war meine Geburtstagsfeier. Die Kinder übergaben mir ihr Geschenk: einen Gutschein zu einem Seminar von Team.F zum Thema "Heile Persönlichkeit -Heile Beziehungen". Was sollte das?
Dazu muss
man wissen: In den letzten Jahren hatten alle unsere Kinder unabhängig
voneinander dieses Seminar absolviert. Sie hatten dort viel Gutes erlebt. Sie
hatten mir immer wieder geraten, ebenfalls daran teilnehmen. Ich hatte immer
dankend abgelehnt. Schließlich war ich Kind aus
gläubigem Elternhaus, von
frühester Jugend an ein Glaubender, aktiv und verantwortlich in Gemeindearbeit.
Ich hatte unzählige Predigten und Vorträge gehört und selbst Bibelstunden und
Predigten gehalten. Was konnte es da schon Neues geben?
Natürlich waren alle gespannt, wie ich reagieren würde. Nach einem inneren Schlucken bedankte ich mich und sagte die Teilnahme zu. Auch meiner Frau schenkten die Kinder zu ihrem noch bevorstehenden Geburtstag ebenfalls den gleichen Gutschein.
Tatsächlich hat das Seminar uns verändert. Natürlich wurden an den drei Tagen kein "neues Evangelium" verkündet. Aber es wurden Wahrheiten zu Verletzungen und Bindungen, die die "Freiheit der Kinder Gottes" behindern, deutlich gemacht. Es gab viel Zeit, sich in kleinen Gruppen persönlich ins Licht Gottes zu stellen. So entstand eine Atmosphäre, in der jeder die Gegenwart Jesu erlebte.
Die Mitarbeiter ließen Gottes Geist arbeiten. Sie wurden selten selbst aktiv, aber sie waren zur Hilfe bereit. Während des Seminars kam es zu seelischen Heilungen. Auch längere Heilungsprozesse wurden in Gang gesetzt: Erkennen - Bekennen - Vergeben.
Neu bewusst wurde mir, dass es nicht theoretisch um einen Verursacher ging, der mir Verletzung zugefügt hat, sondern konkret um meine Verletzungen und deren Heilung. Denn viele Verletzungen geschehen, ohne dass der Verletzer sich dessen bewusst ist. Eine durchschlagende Erkenntnis des Seminars war für mich: Es geht um Jesus und mich - alles andere ist Nebensache.
Rückblickend bedauern wir, dass wir nicht schon früher teilgenommen haben.
Wir können das Seminar herzlich empfehlen. Wenn unser Körper krank ist, gehen wir zum Arzt. Doch wie viel wichtiger ist die Heilung unserer Seele?
Ich möchte das durch ein Beispiel unterstreichen: Stellen Sie sich ein Bild vor. Wir lieben es und schwärmen davon. Weil es uns wichtig ist, beeinflusst es uns. Doch plötzlich bewegt es sich das eigentlich starre Bild. Wir stellen fest, es war nur ein Standbild aus einem Film. Wir sehen auf einmal ganz andere Facetten des ganzen Films; die ganze Ideenvielfalt des Regisseurs. So ist unser Leben. Wir haben gewisse Vorstellungen, wie ein Leben als Christ richtig ist. Bewusst oder unbewusst sind unsere eigenen Vorstellungen der Maßstab auch für andere.
Doch wenn wir den Regisseur Jesus ranlassen, kommt Bewegung ins Leben. Er will durch seinen Heiligen Geist heilen. Viele haben das erlebt.
Heinz & Edith Fabian