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Teen Age - mehr als ein Alter!

Wie Teenager und Eltern sich in schwierigen Zeiten gut verstehen

"Teen Age - mehr als ein Alter!" heißt ein bewährtes Seminar mit langer Tradition. Mit diesem wichtigen Thema möchten wir in Zukunft auch die Eltern mit Kindern in der Vorpubertät ansprechen, damit sie sich gut auf diese herausfordernde Zeit im Familienleben einstellen können. Natürlich sind auch weiter Eltern mit Teenagern willkommen. Die Tagesseminare sind ausschließlich für Eltern, zu den Wochenendseminaren sind auch Teenager willkommen. Manche Teens lassen sich nur zögernd darauf ein zusammen mit den Eltern ein Seminar zu besuchen, die meisten fahren am Sonntag begeistert wieder nach Hause.© M. Weinbrenner / eyelustrate.com


Fakt ist, dass Beziehungen zwischen Eltern und Teenagern in vielen Familien schwierig und gespannt sind.

Das beeinflusst das Familienklima nicht gerade positiv und macht den Umgang miteinander anstrengend. Wenn man Berichte in den Medien verfolgt oder Schlagworte hört wie "Zickenalarm", "die Kunst, einen Kaktus zu umarmen" oder "meine Eltern sind in einem schwierigen Alter", muss man fast annehmen, dass zwangsläufig schwierig wird.

Dass im Teenager-Alter nicht alles so weitergehen kann wie bisher, leuchtet ein.

Aber muss es deswegen gleich auf schwierige Beziehungen oder Funkstille hinauslaufen? Entschieden nein! Auch wenn deutlich mehr Reibungspunkte, Diskussionen und Auseinandersetzungen das Leben mit Teenagern herausfordernd machen, können Eltern und Teenager sich doch gut verstehen. Viele haben es erfahren: Man kann auch gute Zeiten und eine Menge Spaß miteinander haben.

Viele Eltern haben den Eindruck, Teenager sind an guten Beziehungen zu den Eltern nicht interessiert.

Sicher möchten Teenager eigenständig und nicht mehr wie Kinder behandelt werden. Sie lösen sich aus den engen Beziehungen zu den Eltern und möchten größere Freiräume haben. Gruppen oder Cliquen gewinnen an Bedeutung. Trotzdem bleibt der Wunsch nach festen Bindungen. Auch Teenager leiden unter ständigem Kleinkrieg und einem gespannten Klima zu Hause. Sehr zu unserem Erstaunen äußerten die Teenies in unseren Seminaren den ausdrücklichen Wunsch, etwas darüber zu hören, wie man besser mit den Eltern auskommt. Allerdings haben sie noch nicht die Reife, den Weg aus schwierigen Beziehungsmustern zu finden. Dazu müssen Eltern die Initiative ergreifen, aber auch sie stehen diesen Problemen meist hilflos gegenüber und fragen sich:

Wie können Eltern zu einem entspannten Umgang mit Teenagern finden?

Mit bedingungsloser Liebe und Annahme!

Nichts braucht ein Mensch in der Phase des Erwachsenenwerdens so sehr wie die Liebe und Annahme seiner Eltern! Aber das macht uns manch ein Teenager mit seinen körperlichen und seelischen Veränderungen und einem nicht immer diplomatischen Streben nach Unabhängigkeit nicht gerade leicht. Diese Veränderungen, begleitet von großer Unsicherheit, starken seelischen Schwankungen und Selbstzweifeln, machen aber auch den Teenagern sehr zu schaffen. Wenn sie sich  aber der Liebe ihrer Eltern sicher sind, haben sie eher ein gutes Wertgefühl. Das lässt sie sicherer den Herausforderungen dieses Alters begegnen. Das Wissen, geliebt zu sein, ist zudem die Grundlage, um mit Teenagern überhaupt noch ins Gespräch zu kommen, .

Durch ein gutes, nachahmenswertes Vorbild!

Neben dem Streben nach größerer Unabhängigkeit ist dies das wichtigste Anliegen in der Teenagerzeit: Die Suche nach einer eigenen Identität. Und die wird wesentlich unterstützt durch gute Vorbilder, ob wir das wollen oder nicht. Teenies schauen sich die Erwachsenen in ihrer Umgebung genau an: Sie wollen wissen, ob sie sich selbst an das halten, was sie von den Teenagern erwarten, oder ob die Regeln nur für die Teens gelten. Eltern, die einen guten Umgangston von ihrem Nachwuchs erwarten, aber sich selbst im Ton vergreifen, werden leicht unglaubwürdig. Wer seinem Kind einen verantwortungsbewussten Umgang mit Medien beibringen will und selbst ein Problem damit hat, ist schnell unten durch! Teenager durchschauen die Schwächen der Erwachsenen und hinterfragen sie erbarmungslos. Eltern mit einem guten Lebensstil sind eine gute Orientierungshilfe für Teenager. Viele Werte und Überzeugungen der Eltern  werden sie später als Erwachsene für ihr Leben übernehmen, auch wenn das heute noch nicht den Anschein hat. Und was ist mit den Macken und Schwächen? Eltern sind ja schließlich auch Menschen und nicht vollkommen. Manches davon werden die Kinder ebenso übernehmen - es sei denn, Eltern sind auch bereit zu lernen. Das erwarten wir von unseren Kids ja auch. Darum sollten wir ruhig gestatten, dass die Kinder uns hinterfragen. Wir sollten ihre Einwände anhören, ernst nehmen und bereit zu Veränderungen sein. Dadurch gewinnen die Eltern die Achtung ihrer Teenager und größere Selbstachtung! Insofern haben unsere Teenager manchen Anstoß zu positiver Veränderung in unserem Leben gegeben, für die wir heute echt dankbar sind.

Gegenseitige Achtung und Respekt sind Wegbereiter zu guten Beziehungen.

Teenager leiden ebenso unter Beziehungsstress und wünschen sich gute Beziehungen zu den Eltern. Aber sie haben eigene Vorstellungen, möchten Beziehungen mitgestalten und in Entscheidungen einbezogen werden. Teenies, die gefragt und mit ihren Vorschlägen und ihrer Meinung respektiert werden, fühlen sich wertgeschätzt. Es fällt ihnen leichter, Eltern und anderen Erwachsenen ebenso mit Achtung und Respekt zu begegnen. Dazu gehört ebenso ein höflicher, wertschätzender Umgangston und Schutz ihrer Privatsphäre.

Eine gute Kommunikation führt zu entspannten Beziehungen.

Das können wir miteinander lernen - mit guten Regeln, die wir uns gemeinsam erarbeiten. Dass Eltern so mit ihrem Teenie reden, wie sie erwarten, dass er ihnen begegnet, sollte selbstverständlich sein. Natürlich wird es Diskussionen und Auseinandersetzungen geben. Diese Reibungspunkte braucht ein junger Mensch. Wo sonst lernt er, sich auseinanderzusetzen, einen eigenen Standpunkt zu finden, zu vertreten und auszuloten, die eigene Meinung zu äußern, sich abzugrenzen, nein zu sagen und gegen den Strom zu schwimmen, wenn nicht zu Hause? Eltern, die sich das für ihren Teenie wünschen, fällt es leichter, sich auf diese "Streitgespräche" einzulassen und zwar so fair und mit gegenseitiger Achtung, dass damit nicht beim kleinsten Anlass die Beziehung auf dem Spiel steht. Außerdem haben wir die Erfahrung gemacht, dass unsere Teenager einen immensen Gesprächsbedarf hatten. Wie viele Stunden haben wir allein über ihren beruflichen Werdegang gesprochen! Manchmal standen sie regelrecht Schlange und meldeten Redebedarf an. Das erfordert natürlich Elternpräsenz -  nicht unbedingt zu einer Zeit, die uns passt. Aber mal ehrlich: Wenn ein Teenager die Eltern  an seinem Leben teilnehmen lässt und um Rat fragt, wie viel Wertschätzung liegt darin? Da steht man auch gerne abends um 22 Uhr Rede und Antwort. Auch wenn sie natürlich lernen müssen, Absprachen zu treffen,  wurde mir in dieser Zeit bewusst, dass die Familienzeit bald abgelaufen ist. Das machte die Gespräche mit unseren Großen neben aller Anstrengung wirklich wertvoll.

Darüber hinaus denken wir über weitere wichtige Themen nach:

Ohne dieses Seminar wäre ich vor vielen Jahren viel unsicherer in die Teenagerphase gegangen und hätte intuitiv auch manches falsch gemacht. Mit guten Informationen ist es uns gelungen, trotz aller Herausforderungen, und natürlich auch vieler Auseinandersetzungen und Machtkämpfe den Blick immer wieder auf das Wesentliche zu lenken und überwiegend gute und entspannte Beziehungen zu haben. Wir hatten ein offenes Haus. Die Freunde unserer Teenager waren immer willkommen. Viele Feiern haben sich bei uns abgespielt. Natürlich brachte das Unruhe mit sich, aber auch Leben ins Haus: Wir wussten, was lief - ohne die Kids auszuhorchen! Wir haben viele gute Erinnerungen an schöne gemeinsame Unternehmungen und Erlebnisse und müssen heute nicht verpassten Gelegenheiten nachtrauern. Mit Überzeugung sagen auch unsere inzwischen jungen Erwachsenen im Rückblick, dass sie schöne Erinnerungen an die Teenagerjahre haben. Dass wir bis heute - auch mit den Partnern unserer Kinder - gute freundschaftliche Beziehungen haben, ist schon ein Geschenk dass uns nicht einfach zugefallen ist. Wir genießen es von Herzen.

Heidi Goseberg

Literaturhinweise:

Buchcover "Baustelle Pubertät - Betreten verboten!?Wilhelm Faix, Angelika Rühle
Baustelle Pubertät - Betreten verboten!?
Teenager verstehen und in Krisen begleiten.
Paperback, 180 Seiten, € 12,95

Der Ratgeber für Eltern, Erzieher und Mitarbeiter, der diesen bedeutenden Lebensabschnitt im Leben eines Menschen nahe bringt, die häufigsten Nöte und Krisen vorstellt und wertvolle Tipps liefert.

Die fünf Sprachen der Liebe für TeenagerGary Chapmann
Die fünf Sprachen der Liebe für Teenager
Paperback, 255 Seiten, € 14,50

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Wochenendseminare (mit Teenagern):

04.-06.07.2008

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Heiligenstadt/Fränkische Schweiz

05.-07.09.2008

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Wilnsdorf/Siegerland

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410871

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