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C H R I S T I A N   S I E G L I N G

Das Vorbild der Pinguine

Nur gemeinsam kommen wir ans Ziel

Wir sehen die Welt durch unsere Smartphones und Laptops, durch die Fensterfronten der Fitnessstudios. Sie sieht echt aus. Aber von Zeit zu Zeit pressen wir unsere Hände an das Glas, werfen das Smartphone an die Wand. Wir wollen uns begegnen. Uns berühren. Das ist alles. Wie immer schon. Und es ist, wie immer schon, unendlich schwer. „Das Liebesleben der Pinguine“ erzählt von den Ur-Szenen der Liebe in der digitalen Gegenwart: der Eifersucht auf New-Age-Sextoys, Neid auf das eigene Selfie und der schockierenden Überwältigung unerwarteter, echter Gefühle.“

Diese Buchbeschreibung ist mir neulich quer über den Bildschirm geflattert, als ich nach dem wirklich guten Buch über Change-Management von John Kotter „Das Pinguin-Prinzip: Wie Veränderung zum Erfolg führt“ gegoogelt hatte.

Beides trifft sehr unsere gegenwärtige Situation:
Zum einen sind wir in dem Prozess des Change-Managements angekommen. Das hatte zunächst nichts mit dem allgegenwärtigen Virus zu tun, sondern mit der Art und Weise, wie wir Menschen erreichen wollen und wie wir unsere Organisation zukunftsfähig gestalten möchten. Mit verantwortungsgerechten Gremienstrukturen (Vorstand, Aufsichtsrat) erhofften wir uns schon in den letzten vergangenen Jahren einen ersten konstruktiven Schritt in diese Richtung tun zu können. John Kotter beschreibt in seinem Buch „Das Pinguin-Prinzip“ sehr eindrücklich, wie der Eisberg schmilzt und die Pinguinkolonie in Gefahr ist, manche Pinguine das nicht hören wollen, bis schließlich doch einige Pinguine die Dringlichkeit erkennen, ein Team bilden und nach einem Ausweg suchen ...

Das macht allerdings auch deutlich, dass eine Organisation sehr viel daran setzen muss, möglichst viele Pinguine zu überzeugen, sich den Veränderungen zu stellen und Mut zu Neuem zu
fassen.

Wir erleben das auf den unterschiedlichen Verantwortungsebenen in unserem Werk derzeit sehr eindrücklich, dass es viel Einfühlungsvermögen und Weisheit erfordert, hier den begonnenen Weg weiter voranzugehen – denn wir sind nach wie vor überzeugt davon, dass wir mit unserem Anliegen „Beziehungen zu fördern und zu versöhnen“ dem ursprünglichen Wunsch von Gott, unserem Schöpfer, sehr nahe kommen.
Ja: Wir wollen uns begegnen!
Letztes Jahr konnten wir in der Pandemie-Zeit ausprobieren, wie und ob es möglich ist, auf unkonventionellen Wegen unsere Ziele erreichen zu können – spontan gestalteten wir viele Seminare zu Online-Veranstaltungen um. Manche wurden gerne angenommen, andere wahrscheinlich eher aus der Not. Mit einigem zeitlichen und nachdenkendem Abstand und nachdem Präsenz-Seminare zwischenzeitlich wieder möglich geworden sind, können wir aber feststellen, dass die Sehnsucht nach ECHTEN, realen Begegnungen geblieben ist.

Damit greife ich den oben eingeleiteten Satz aus dem Buch „Das Liebesleben der Pinguine“ nochmal auf: Ja, wir empfinden das auch so: Wir leben in einer Gesellschaft, in der vieles virtuell geworden ist. Echte Begegnungen werden weniger oder finden kaum noch statt. Ein guter Freund, ehrenamtlicher Team.F-Mitarbeiter war das ganze letzte Jahr nur einen oder zwei Tage in seiner Firma „vor Ort“, die gesamte restliche Arbeitszeit hat er im Homeoffice verbracht. Es gibt sicherlich auch positive Aspekte bei dieser Gestaltung, aber Fazit ist: Menschliche reale Kontakte, werden minimiert, vielleicht auch als verzichtbar erklärt?

Ich glaube nach wie vor, es gibt diese menschliche Sehnsucht, nach ECHTEN Berührungen, REALEN Gesprächen mit Blickkontakt, den Wunsch nach fühlbarer Nähe und einer Umarmung, wenn es einem danach ist.

Also, falls du dazu gehörst und du dich nach diesen Distanz-Phasen und -zeiten – die natürlich auch an passender Stelle ihre Berechtigung haben – wieder nach „echten“ Begegnungen sehnst: Du bist bei uns richtig! Wir wünschen uns das auch! Deshalb wird unser Angebot auch in Zukunft von „echten“ Treffen geprägt sein, natürlich auch ergänzt um wichtige und sinnvolle Online-Angebote. Und JA! wir bemühen uns auch um Weiterentwicklung im aktuellen „Social-Media-Zeitalter“. Dabei ist uns aber wichtig, ehrliche und authentische Inhalte weiterzugeben und zu echten Begegnungen im wahren Leben zu ermutigen.

Herzliche Grüße aus dem Leitungsteam,
Christian Siegling