E R F A H R U N G S B E R I C H T

Gott als Freudenspender 

Die letzten Monate waren für viele Menschen eine besondere Herausforderung – nicht unbedingt ein Grund zur Freude. Wir haben Team.F-Mitarbeiter aus ganz Deutschland gefragt, ob es trotzdem Freudenmomente in ihrem Leben gibt. Die verschiedenen Geschichten zeigen, wie unterschiedlich Gott Freude im Leben von Menschen ausgießt – mal durch Geld für den Urlaub, mal durch ein Wolkenherz und auf vielen anderen Wegen.

Schneider.jpgWir hatten als Familie eine ziemlich herausfordernde Zeit in den letzten Monaten. Mein Mann Thomas war mit einem Bandscheibenvorfall zu Hause, nach den ersten sechs Wochen rutschte er dann ins Krankengeld. Hinzu kam wenig später die Kurzarbeit bei Team.F, wieder ein finanzieller Rückschlag. Wir wussten nicht, ob wir im Juli als Familie überhaupt in den Urlaub fahren konnten, gesundheitlich und finanziell war alles unsicher. Aber Gott hat uns dann so beschenkt, dass wir unsere Reise in den Norden Deutschlands tatsächlich antreten konnten. Zum einen war es Thomas wieder möglich, mehrere Stunden im Auto zu sitzen, zum anderen hat Gott die Herzen von lieben Menschen bewegt, uns Urlaubsgeld zur Verfügung zu stellen. Damit konnten wir einige Ausgaben gut ausgleichen! Wenn das kein Grund zur Freude ist!!! Wir haben erlebt, dass Gott uns versorgt und trägt und Freude an uns hat. So können auch wir wieder mit neuer Freude in den Alltag starten, erfrischt durch eine erholsame Familienzeit. Halleluja!
 69914222.jpg Gott als Freudenspender erlebe ich immer wieder ganz besonders, wenn ich in der Natur unterwegs bin, die er so wunderbar geschaffen hat. Vor kurzem habe ich mich bei der Team.F-Radelwoche entlang der Donau besonders über die bunten Blumen am Wegesrand und die Bademöglichkeiten gefreut. Im Alltag habe ich die Möglichkeit, in der fränkischen Schweiz auszureiten. Dabei genieße ich Sonne, Wind – manchmal auch Regen – auf der Haut, Blicke in die Ferne und die Vielfalt und die Stille des Waldes. Dabei fühle ich mich Gott nah, kann ihn und das Leben genießen und so innerlich auftanken. 
Mein Mann und ich lieben es, in Gemeinschaft zu leben. Wir hatten im Frühjahr gerade drei Monate Bibelschule als Familie hinter uns, als der Lockdown kam. Um nicht mit den Kindern den ganzen Tag allein in der Wohnung zu sein, entschieden wir uns, einige Zeit bei meinen Eltern zu verbringen. Nach vier Wochen mit Großeltern, Tante und Gartenidylle wurde es jedoch Zeit, wieder in die eigene Stadt zu ziehen. Und ich hatte solche Angst davor! Wie sollten wir auf einmal mit unserem Dreijährigen und unserem Baby alleine zurechtkommen? Wir lieben unsere Kinder, aber die Kleinkindphase ist nicht gerade unsere Leidenschaft. Doch Gott hat sich als wahrer Freudeschenker gezeigt! Die nächsten drei Monate bis zum Kita-Start waren voller Gemeinschaft, Kuscheln, Spielen, Ausflüge, Bauen und Warum-Fragen. Gott hat mir gezeigt, dass er uns als Eltern versorgt mit allem was wir brauchen, um unsere Kinder so wie er zu lieben. 
96485645.jpgDie größte Freude in unserem Leben bereiteten uns die Geburten unserer drei Kinder. Vor allem bei unserem zweiten Kind spürten wir Gottes Bewahrung, seine Gnade und Barmherzigkeit. Unsere Tochter bekam kurz nach der Geburt eine Neugeboreneninfektion. Eine sehr aufmerksame Schwester hat es Gott sei Dank mitbekommen und unsere Annelie gerettet. Sie ist unser Engel und ein Geschenk des Himmels!
636111454.jpgWir haben Freude erlebt durch unseren Familienurlaub, den wir  trotz Corona wie im Januar geplant und gebucht antreten konnten. Unser Ziel war der Gardasee in Italien und wir hatten zuvor lange gebangt, ob unser Urlaub möglich sein wird. Ende Mai haben wir nach einem längeren Telefonat mit unserem Hotelier entschieden, dass wir fahren werden und direkt nachdem diese Entscheidung getroffen war, hatten wir inneren Frieden darüber. Etwa einen Monat später sind wir losgefahren. Schon die Autofahrt war so entspannt und unsere Freude war riesig, als wir dann von unserer Terrasse aus den Gardasee in der Sonne glitzern sehen konnten. Der Tapetenwechsel nach den vielen vorhergegangenen Wochen im Home Office hat uns sehr gut getan. Wir konnten Auftanken, den Ausblick, den See, die Natur und das „dolce vita" genießen. Das Highlight für uns alle war ein Tagesausflug nach Venedig – ohne Kreuzfahrttouristen sehr leer und entspannt – bei strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel und sehr angenehmen 27°C. Diesen Urlaub haben wir alle als großes Geschenk empfunden und sind dafür sehr dankbar.
458466.jpgDie letzten Monate stellten uns alle vor außergewöhnliche Herausforderungen: Angst, Unsicherheit, Maskenpflicht, Social Distancing, Homeschooling hatten für viel Hoffnungslosigkeit gesorgt. Wollte ich mich mit dieser Hoffnungslosigkeit anstecken? Mein Blick fiel auf eine Postkarte: „Wenn dir etwas wichtig ist, gibt es kein ABER.“ Mir wurde es noch wichtiger, meine Hoffnung auf Gott zu setzen und andere auf diese Hoffnung aufmerksam zu machen. Gerade jetzt schien mir der passende Moment zu sein, Menschen eine kleine Freude zu machen. Ich entschied mich, meinen Glauben praktisch werden zu lassen und bestellte unterschiedliche Danke-Karten. Zusammen mit einer kleinen Schokolade verteilte ich diese kleine Aufmerksamkeit an unterschiedliche systemrelevante Menschengruppen. Daraus ergaben sich immer wieder Gespräche, in denen ich von meiner Motivation zu dieser Idee und von meiner Hoffnung erzählen durfte. Ich habe Freude weitergegeben und wurde gleichzeitig mit so viel Freude von Gott erfüllt.
765281.jpgAllen Corona-Einschränkungen zum Trotz gelang es uns, ein paar freie Urlaubstage in der schönen Hafenstadt Rostock zu verbringen. Wir hatten uns etliche Höhepunkte vorgenommen. Einer sollte ein ausgiebiger Ausflug bei Sonne ans Meer bei Warnemünde sein. Da ich schwerbehindert bin, hatte ich mein E-Mobil dabei, plante den Ausflug mit Bahn und Fähre und nahm natürlich mein Ladegerät für das E-Mobil mit. Au weia! Am Meer angekommen stellte ich fest, dass ich die Tasche samt Ladegerät verloren hatte. Sie war im Gedränge vermutlich von der Armlehne meines Fahrzeuges gerutscht. Ohne Ladegerät blieben mir nur noch 35 km Akkuleistung, danach wäre ich nicht mehr mobil. Woher sollte ich Hilfe erwarten? Solche speziellen Geräte werden nicht an jeder Ecke zum Verkauf angeboten. Etliche Telefonate führten mich zu einem Reha-Laden, der das geforderte Gerät sogar vorrätig hatte. Nach meiner Schilderung bot mir der Ladeninhaber an, mir das Gerät persönlich vorbeizubringen. Bei einer Wegstrecke von etwa 40 km ist so ein Angebot nicht alltäglich. Ich bin Jesus so dankbar, dass er mir geholfen hat, Hilfe zu finden und freue mich auch über die schnelle Hilfsbereitschaft des Ladeninhabers.

466452.jpgSchon lange bewegte mich die Frage, ob und mit wem ich vielleicht eine „Zweierschaft“ starten könnte. Zu Beginn der Corona-Zeit, als keine Gemeindeveranstaltungen mehr stattfinden konnten, war es dann so weit: Gleich mit zwei Freundinnen, die sich allerdings nicht kannten, kam ich darüber ins Gespräch. Beide konnten sich so einen Austausch gut vorstellen und waren auch offen dafür, zu dritt zu starten. Mit ins Boot kam dann gleich noch eine alte Bekannte, ihrerseits wiederum mit beiden anderen gut befreundet. Nun treffen wir uns seit einigen Monaten 14-tägig zu viert, zunächst ausschließlich online, mittlerweile einmal im Monat live. Wir tauschen uns aus, lachen jede Menge und tragen miteinander so manches, was uns aktuell am Herzen liegt. Unter anderem beten wir für unsere Männer und unsere insgesamt zwölf Kinder, jede von uns hat drei.  :) Wir haben seitdem so einiges an Gebetserhörungen erlebt, lernen uns immer besser kennen und fühlen uns immer wieder im Alltag getragen und beschenkt. Darüber freue mich riesig :)

634566.jpgDa alle unsere Kinder mit ihren Familien im Ausland leben, zerschlug sich mit dem Lockdown die Hoffnung, sie besuchen zu können immer wieder auf's Neue. Eines Abends – mir war's echt schwer um's Herz – zog ich mit meiner Decke und Hängematte wieder in den Garten. Kaum hatte ich mich zurecht gebettet, schaute ich rauf in den noch dämmrigen Sommerabendhimmel. „Das darf doch jetzt nicht wahr sein!" Ich spüre heute noch die stille, tiefe, tröstliche Freude und es ist mir, als würde Gott so ein bisschen verschmitzt lächeln. Eine weiße Wolke in Herzform stand für mich still am Abendhimmel – einfach so. Freude, Nähe und Dankbarkeit erfüllten mich zutiefst. Ich staunte und genoss es, bis allmählich das Herz am Himmel im Dunkel der Nacht verschwand. Jetzt kamen die Sterne als zuverlässige Boten der Verbundenheit und glücklicherweise lag ich noch lang wach, um auch die Sternschnuppen genießen zu können.