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Team.F - Mitinitiator der MarriageWeek - Gutes für Ehepaare.

Berlin (idea) – Bericht über erfolgreichen Abschluss der MarriageWeek 2014

„Woche der Ehepaare“
Die Werbetrommel für die Ehe rühren

marriage_logo_rot.jpgBerlin (idea) – Trotz wachsender Anerkennung für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften und starker Aufmerksamkeit der Medien für alternative Lebensformen ist die Ehe kein Auslaufmodell. Das hat die Resonanz auf die „Woche der Ehepaare“ vom 7. bis 14. Februar gezeigt, sagte der Vorsitzende dieser Veranstaltungsreihe, Siegbert Lehmpfuhl (Rangsdorf bei Berlin), gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Die in über 20 Ländern als „Marriage Week“ bekannte Themenwoche zählte in Deutschland rund 30.000 Besucher bei knapp 400 Veranstaltungen, etwa genau so viele wie im Vorjahr. Laut Lehmpfuhl wird es immer wichtiger, die Werbetrommel für die traditionelle Ehe zu rühren: „Wir wollen deutlich machen, dass wir für die Ehe sind – ohne andere Lebensformen abzuwerten.“ Einige neue Partner hätten ungewöhnliche Ideen eingebracht, etwa eine Aktion der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Erfurt unter dem Motto „Wir versüßen Ihr Leben“. Dabei hätten 30 Ehepaare gelernt, hochwertige Pralinen zuzubereiten. Das Veranstaltungsspektrum reichte von Abendessen bei Kerzenschein über Kino- und Tanzabende bis zu Seminaren, Vorträgen und Gottesdiensten – auch zur Erneuerung des Eheversprechens. Beteiligt waren Gemeinden, Vereine, Autohäuser, Blumenläden und Bäckereien.

Ehe ist weiter beliebt

Lehmpfuhl, im Hauptberuf Seelsorger für Ehepaare, hält es für dringend nötig, die Partner zu ermutigen, ihre Beziehung zu pflegen. Ein Blick auf die hohen Scheidungszahlen mache deutlich, wie viel Verzweiflung in diesem Bereich herrsche. So wurden im Jahr 2012 in Deutschland 387.000 Ehen geschlossen und 179.000 geschieden. Auch wenn man sich mit der hohen Scheidungsquote nicht zufrieden geben dürfe, sei die Ehe immer noch die beliebteste Lebensform. Demgegenüber gibt es nach Schätzungen etwa 63.000 gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften, davon 23.000 als eingetragene Partnerschaften. Die „Woche der Ehepaare“ ist Lehmpfuhl zufolge auch eine Chance für bekennende Christen. Häufig ergäben sich Gelegenheiten, um auf den Glauben als Kraftquelle für eine dauerhafte Ehe hinzuweisen. Lehmpfuhl schätzt, dass zwischen 30 und 40 Prozent aller Besucher keine Christen sind.

Schirmherr Kretschmann: Die Ehe ist kein Auslaufmodell

Schirmherr war in diesem Jahr der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen). Auch nach seinen Worten ist die Ehe zwischen Mann und Frau kein Auslaufmodell. In einem vielfältiger werdenden Umfeld mit zunehmend individuellen Lebensentwürfen bildeten Ehe und Familie „nach wie vor wichtige Grundlagen unserer Gesellschaft“, schrieb er in einem Grußwort. Auch andere Politiker engagierten sich für die Ehe-Woche. So war der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Schirmherr für rund 60 Veranstaltungen im Großraum Nürnberg. Die Idee der „Marriage Week“ stammt aus Großbritannien, wo seit 1996 jährlich solche Themenwochen stattfinden. In Deutschland wird sie seit 2009 begangen.

Link zum Artikel bei idea.de

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