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E L I S A B E T H   U N D   M A R K U S   K R I E G E R

Rückweg ins Leben 

Nach dem Zerbruch neu in Richtung Zukunft

Es kommt vor, dass Beziehungen scheitern oder zerbrechen. Das tut sehr weh und wirft unser ganzes Leben durcheinander. Aber es gibt auch Hoffnung und Zukunft ...

Wir beide sind in unseren ersten Beziehungen irgendwann an einen Punkt gekommen, an dem wir erkennen und dann auch anerkennen mussten, dass unsere Beziehungen gescheitert sind und unsere damaligen Partner sich für eine Zukunft ohne uns entschieden haben. Das kam, wenn wir es rückblickend betrachten, nicht so ganz plötzlich, sondern hat sich schleichend dahin entwickelt. Und dann geschah es doch wieder plötzlich und unerwartet, weil wir nicht damit gerechnet haben, dass die kritische Schwelle schon erreicht war, weil wir noch Chancen und Möglichkeiten gesehen hatten – vorausgesetzt, beide hätten gewollt.

Ein solcher Zerbruch wirft unser ganzes Leben durcheinander. Nichts bleibt davon unberührt, alle Lebensbereiche sind betroffen. Unsere Existenzgrundlage wird erschüttert, Beziehungen – auch zu anderen Menschen – verändern sich. Fragen nach der Identität und danach, wie Gott mich in all dem sieht, kommen hoch. Konflikte bekommen ein ganz anderes Ausmaß, die begrenzte Fähigkeit und Möglichkeit, sie zu regulieren fordern extrem heraus. Das Leben scheint woanders stattzufinden ...
 

Unser Leben ist ein Beispiel dafür, dass es einen Rückweg ins Leben geben kann, dass es Zukunft und Hoffnung gibt und neue Perspektiven.

Voraussetzung ist, dass ich bereit bin, mich mit meinen Themen auseinander zu setzen, auch bereit bin, den anderen loszulassen und nicht mehr anzuklagen. Dass ich bereit bin, das Gute und Schöne aus der vergangenen gemeinsamen Zeit anzuschauen und wertzuschätzen und das Schwierige und Herausfordernde auszuhalten. Es ist ein Prozess, dahin zu kommen, es braucht seine Zeit, so lange, wie es braucht.
 

Und es braucht meine Entscheidung, mich auf den Weg zu machen. Die Alternative wäre, zu verbittern, ungenießbar zu werden und in Selbstmitleid buchstäblich zu versinken. Wir haben uns für das Leben entschieden.

Ein zu schneller Richtungswechsel in ein neues Leben, ohne das Vergangene aufgearbeitet und geklärt zu haben, ohne inneren Frieden wieder gefunden zu haben, birgt seine Tücken. Voraussetzung für eine neue Beziehung ist, wieder alleine lebensfähig zu sein, das allein sein und mich so aushalten zu können, versöhnt mit mir selbst und aus eigenen Wurzeln mich selbst versorgen und leben zu können. Wenn ich jemand anderes brauche, der mein eigenes Sinn- und Emotions-Vakuum bedient oder den ich „bediene“ um mein Wertgefühl aufzupolieren, führt das zu Co-Abhängigkeiten und bringt neue Partnerschaften unweigerlich erneut in Gefahr.

Die besten Voraussetzungen für eine gelingende Beziehung bringen die Menschen mit, die auch ohne Partnerschaft ein stabiles Selbstwertempfinden besitzen und ein sinnvolles Leben eigenverantwortlich führen können. Die andere Menschen vorbehaltlos annehmen und ihnen wertschätzend und respektvoll begegnen. Und dass wir in unserer Beziehung darauf achten, in einer guten Balance zu bleiben, wenn Sie mögen, lesen Sie dazu im unseren Beitrag auf Seite 28 weiter.

Ihre Elisabeth und Markus Krieger

Elisabeth und Markus Krieger, 52 Jahre,
seit 2015 in 2. Ehe verheiratet,
zusammen 5 Kinder und 1 Enkelkind.
 

Wir staunen immer neu darüber, wie Gott aus unseren „Lebens-Scherben“ etwas Neues aufgebaut hat und freuen uns, dass wir damit Anderen in ähnlichen Krisen Gegenüber und Ansprechpartner sein dürfen.