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H E I D I   G O S E B E R G
 

Liebe TEAM.F-Freunde 

…und Welten dazwischen!

Vor Corona – das war vor drei Monaten und dazwischen liegen Welten!!!

Inhaltlich hatten wir diese Ausgabe unseres Magazins lange unter dem großen Thema „Medien“ geplant ohne zu ahnen, wie krass sich quasi über Nacht unser Leben durch ein Virus verändern würde. Wie gut, dass wir die massiven Einschnitte unserer persönlichen Freiheiten durch die digitale Technik überbrücken können. 

"Beziehungspflege, Berufsausübung, Lernen und vieles mehr geschieht beinahe ausschließlich über die Medien."

So gelingt es uns halbwegs, unser Leben zu organisieren und kreativ neue Wege einzuschlagen.
Doch ändert das nichts an vielen Begleiterscheinungen, über die wir in den nach und nach folgenden Artikeln berichten möchten, sei es die Dominanz der Medien in unserem Alltag bereits vor der Krise, vernachlässigte Begegnungen im realen Leben, wie auch die Einflüsse zweifelhafter Angebote, die über die Medien ins Haus flattern und Menschen und Beziehungen nicht unberührt lassen.
Irgendwie scheint es wie beim Einkaufen zu sein: Ohne Liste neigen wir alle zu Spontankäufen von Produkten, die wir nicht brauchen – darauf setzt die ganze Konsumindustrie.

"So sind auch im Netz viele eher intuitiv und ungeplant unterwegs."

Provider spekulieren darauf und binden Menschen aller Altersgruppen raffiniert mit gezielten Angeboten – häufig zu Lasten unserer Beziehungen und anderer Freizeitbeschäftigungen. 

"Und plötzlich – ganz auf die engsten Beziehungen geworfen –  spüren wir die Bedeutung und den Verlust persönlicher Begegnungen deutlich und schmerzhaft."

Wie selbstverständlich waren Verabredungen mit Freunden, Besuche der Enkelkinder, Gottesdienstbesuche, Zusammentreffen mit Schulfreunden, Arbeitskollegen, Besuche von Team.F Veranstaltungen noch vor Kurzem? Wie sehnen wir uns nach Normalität! Wann werden wir wieder ohne Masken in der Öffentlichkeit unterwegs sein? 

"Werden wir uns jemals wieder so unverfänglich mit Handschlag oder gar mit einer Umarmung begrüßen wie zuvor?"

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Die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Beziehungen betrifft uns existenziell.

"Und oft lehren uns erst die Verluste, Werte neu zu begreifen und Gemeinschaft zu genießen:"

Dann werden beim Restaurantessen zu zweit wieder Pärchen miteinander reden anstatt mit ihrem Smartphone, die Aufmerksamkeit in Veranstaltungen nicht durch Telefonklingeln abgelenkt und in Familienzeiten ist man einfach mal für den Rest der Welt nicht erreichbar…
Jeder von uns möchte selbstbestimmt statt fremdbestimmt leben und darum macht Mediennutzung einen großen Unterschied zum Medienkonsum.

"Was würde sich ändern, wenn die aktuellen Erfahrungen dazu führen, uns bewusster in der virtuellen Welt zu bewegen, Medien gezielter zu nutzen und Prioritäten klar zu ordnen?"

Klar kommt diese Ausgabe ausschließlich digital zu Ihnen auch wenn viele von Ihnen nach der Arbeit am Bildschirm lieber in der Druckversion blättern – Druck- und Portokosten sind gerade nicht verantwortbar. Artikel für Artikel werden wir in kurzen Abständen einstellen, dass Sie demnächst durch die ganze Ausgabe blättern können. Beinahe alle Autoren sind per E-mail zu erreichen, freuen sich auf Ihr Feedback und werden auch gerne Ihre Fragen beantworten. 
„Zwischen zwei Welten“ – folgen Sie im Anschluss den spannenden Ausführungen des Medienpädagogen Wilfried Brüning.

Ihre Heidi Goseberg