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C H R I S T I A N   S I E G L I N G

„Bei euch soll es nicht so sein! 

Wer bei euch groß sein will…“

Dieser Ausspruch von Jesus – wir finden ihn im Markusevangelium Kap. 10, V. 43) hat mich zuletzt sehr beschäftigt und auch beeindruckt.

Wir alle haben in den letzten Monaten erlebt, dass ernstzunehmende Menschen sich vehement für v.a. eins der beiden „Lager“ in der Coronakrise engagiert haben. Die einen als „Gesundheitsapostel“, die anderen als „Freiheitskämpfer“. Beide Seiten sind nicht müde geworden, die anderen wissen zu lassen, dass man ihr Verhalten in höchstem Maße unsozial oder unsinnig findet. Manche haben auch nicht davor zurückgeschreckt, manipulative Statements aus ihrem Glauben zu Hilfe zu nehmen: „Jesus würde Maske tragen! Oder: „Jesus würde seine Eltern an Weihnachten nicht besuchen!“ Wir haben erlebt, dass Beziehungen im Familien- und Freundeskreis dadurch nachhaltig belastet worden sind.

In diesem Nachdenken ist mir der obige Bibelvers wichtig geworden: „Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein. (Markus 10,42-44). 

Jesus hat das damals auf sein Umfeld bezogen, in der das römische Reich fernab jeglicher demokratischer Grundprinzipien regiert hat. Es hätte also Anlass genug gegeben, hier zur Revolution und zum Widerstand aufzurufen, den dortigen Machtinhabern „mal zu zeigen wo es langgeht“ oder Schmähreden gegen das Regime unters Volk zu streuen. Aber wir finden das nicht überliefert. 

Mich hat das zur Frage geführt: Warum nicht? Jesus benennt durchaus Missstände wie der Bibelvers zeigt.
Aber Jesus verfolgt konsequent seinen Auftrag. Energie geht verloren, wenn wir uns an unserem Auftrag, unserer Vision vorbeibewegen.
Wie sieht es mit ihrem Energielevel aus? Wofür leben sie, was ist ihre Vision?

Wir haben uns von TEAM.F dafür entschieden, dass wir uns mit aller Kraft der Versöhnung von Menschen und ihren Beziehungen widmen wollen. Wir fühlen uns bestätigt: Das ist in dieser Zeit mehr nötig denn je. Wie dankbar sind wir, dass wir das in unserem Leitungsteam in Einheit als oberstes Ziel so formulieren dürfen.
Dieses Ziel immer wieder in den Blick zu nehmen, uns nicht von Wirrnissen des Corona-Alltags ablenken und Energie rauben zu lassen, hilft uns, nahe bei uns selbst und dem zu bleiben, was wir als Auftrag Gottes für uns erkannt und verspürt haben: 

Es ist unsere Mission, vielen Menschen einen stabilen Beziehungsalltag zu ermöglichen. Mit unseren lebenspraktischen Angeboten machen wir Mut zu Ehe und Familie. Als Christen sind wir überzeugt, Liebe ist Geschenk und Entscheidung - Beziehungsfähigkeit erlernbar.

Herzliche Grüße aus dem  Leitungsteam,

Ihr Christian Siegling