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E C K H A R D   G O S E B E R G   U N D   U L R I C H   M E N T E R

Stabwechsel

in der Geschäftsführung

Eckhard Goseberg: Definitiv ist dies mein letztes Jahr in der Geschäftsführung von TEAM.F – am 30.06. ist mein letzter Tag. Nach mehr als 25 Jahren gehöre ich ja beinahe zum Inventar – es wird Zeit zu gehen!

An meinen Start 1992 habe ich lebhafte und eindrückliche Erinnerungen. Es gab keinen Vorgänger, nichts, worauf ich hätte zurückgreifen können. Ein paar Ikea-Möbel in einem ausgebauten Kellerraum als Startkapital. Eine im Aufbau begriffene gemeinnützige Organisation schrie nach Struktur und Verwaltung, nicht nur zur Abwicklung der laufenden Geschäftsvorgänge. Seminare mussten gebündelt und beworben, Mitarbeiter mit Arbeitsmaterialien versorgt werden. Die Verwaltung von Regionalbüros sollte zentralisiert und eine möglichst breit gefächerte, aussagekräftige Seminarverwaltung aufgebaut werden ... ob der Haushalt das jemals hergeben würde, war unsicher – dafür hatte ich meine Position als Vertriebsleiter verlassen.

Dies allerdings mit Überzeugung! Wir hatten TEAM.F ein paar Jahre zuvor kennengelernt, selbst Seminare besucht und viel positive Veränderungen in unseren Beziehungen und mit anderen in Seminaren erlebt. Unser Einstieg war die ehrenamtliche Mitarbeit in Seminaren. Das Wachstumspotenzial war enorm und zeitweise schwindelerregend, sowohl die Mitarbeiter betreffend, wie auch die Anzahl der Angebote und Seminarthemen. Aufbruchstimmung bei Paaren und Familien im ganzen Land signalisierte uns einen Riesenbedarf. Das war ansteckend! Die Pionierphase hat uns mit großer Begeisterung für diese unglaublich wertvolle Arbeit getragen – auch durch große Herausforderungen, schlaflose Nächte, Zitterpartien, ob am Monatsende das Geld reicht, angestellte Mitarbeiterfamilien zu entlohnen u. v. m. Oft war es knapp, aber immer hat es gereicht. 

In dieser schnellen Entwicklung durfte eine instabile Verwaltung kein Bremsklotz sein. Solide Strukturen wurden gelegt, um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten und gute Grundlagen für weiteres Wachstum zu schaffen. Was anfangs noch ein wenig unspektakulär wirkte, weitete sich im Verlauf der Jahre zu einer Organisation mit über 40 angestellten und mehr als 800 ehrenamtlichen Mitarbeitern im Land aus. Das zu begleiten war schon ein großes Privileg.
 

Meilensteine im Rückblick:
2002 der Umzug (aus dem gut ausgebauten Keller bei Lülings) in ein Bürogebäude. Die Nähe zu den Gründern und Leitern war einerseits eine große Bereicherung, in einem Haus gab es kurze Wege und Absprachen. Andererseits wurde der Keller für eine stetig wachsende Organisation zunehmend eng und erdrückend. Dirks Einwand: „Was wollt ihr denn mit so viel Platz?“ stellte sich schon bald als unbegründet heraus. Das Büro bietet heute 10 Mitarbeitern in Voll- und Teilzeit ausreichend Platz, vor einigen Jahren haben wir es noch mit einer angrenzenden Lagerhalle erweitert, die uns zudem noch als Veranstaltungsort gute Dienste leistet.

Klare Organisations- und Verwaltungsstrukturen und -gremien für eine ordentliche rechtliche Grundlage, Funktionsfähigkeit und Vertretung nach außen. Es wurde zunehmend wichtig und entlastend, im Verbund mit Vorstand und Verwaltungsrat zu arbeiten, sich zu beraten, das Ringen um Lösungen Entscheidungen nicht allein zu schultern. Als Leitungsteam haben wir Ende vergangenen Jahres die Strukturen einmal neu der aktuellen Situation angepasst, was sich auf unserer Webseite niederschlägt.

Ordnungsgemäße Arbeitsverträge für angestellte Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Vorstand. Klar sind wir ein Glaubenswerk, doch für so viele Mitarbeiter einschließlich deren Familien ist die Verantwortung schon enorm und daran hängt eben nicht nur die monatliche Gehaltszahlung, sondern auch eine angemessene Altersvorsorge. Dazu war uns auch immens wichtig, dass sich unsere angestellten Mitarbeiter ohne große Sorgen auf ihren Dienst an Menschen konzentrieren konnten.

Aufbau und etablieren einer für Spendenorganisationen wichtigen Fundraisingkultur. Erst in den 90ern wurde das Thema. Wer mit Menschen und breit in die Gesellschaft arbeitet, kann dies meist nicht kostendeckend tun, was in einem Geschäftshaushalt zunehmend zu Unsicherheiten führte. Langsam hat sich das Bewusstsein durchgesetzt, dass es nichts Ehrenrühriges ist, um Spenden zu bitten. So wie unser Gemeinwesen durch Steuern finanziert wird, benötigen Spendenwerke Unterstützung durch Spender, um ihrem Auftrag nachzukommen. Seitdem haben wir jedes Jahr neu Gottes Versorgung und viele Wunder erlebt. Dahinter steht ein Heer von treuen Unterstützern, die gerade jetzt in der Corona-Zeit einen wertvollen Beitrag zu unserem Dienst geleistet haben. Das ist keinesfalls selbstverständlich und erfüllt uns immer neu mit großer Dankbarkeit. Und lässt uns mit großer Zuversicht in dieses neue, schwer einzuschätzende Jahr gehen.

Der Stabwechsel wird seit Monaten geplant und sich in einem festgelegten Zeitrahmen vollziehen. Ich darf einen soliden Haushalt in kompetente Hände übergeben. Das macht den Abschied leichter. Ehrenamtlich werden wir bei TEAM.F sicher noch ein paar Jahre mitarbeiten, die Regionalarbeit hier vor Ort liegt uns sehr am Herzen. Ich habe eine hohe Wertschätzung allen gegenüber, die mir dieses Amt anvertraut und zugetraut haben und bedanke mich ausdrücklich dafür. Ulrich Menter wünsche ich ebenso dieses Vertrauen, Loyalität und eine gute und sichere Hand für die Geschäftsführung.

Herzlichst
Ihr Eckhard Goseberg

 

Nicht nur im Aufbau, jedes Jahr neu haben wir hautnah Gottes Versorgung und viele Wunder erlebt!

Ulrich Menter: „Bewahre Bewährtes, prüfe Neues und geh voran in der Begleitung durch den Herrn“, ist lange schon eine meiner Leitlinien.

Ich freue mich auf meine Aufgabe als Geschäftsführer von TEAM.F. Es ist mir eine Ehre, die Nachfolge von Eckhard antreten zu dürfen und ich bin ihm sehr dankbar für seinen Dienst und das, was er hinterlässt.

Es gibt so viel Gutes zu bewahren, wie wir oben schon gelesen haben. Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, TEAM.F mit seinen Zielen, Menschen und Angeboten zu schützen, zu erhalten und weiter in eine gemeinsame Zukunft zu entwickeln.
 

Wenn sich die Welt ändert, möchte ich, dass wir als TEAM.F Antworten darauf haben!

Man braucht kein Prophet sein, um zu wissen, dass sich die Welt immer schneller ändert. Uns betrifft dabei insbesondere die Kommunikation, das Lernen und die digitale Zusammenarbeit. Auch was Menschen motiviert, was sie antreibt, ändert sich. Wie gut, dass der Herr und sein Wort bleiben und uns Halt geben.

Ich finde es wichtig, dass wir als TEAM.F bewahren, was uns eine solide Grundlage für unser Tun geworden ist, damit wir auf der anderen Seite die Freiheit haben und die Sicherheit spüren, Neues auszuprobieren. Denn: Neue Wege zu gehen machte Menschen immer wieder unsicher. Ich sehe einen bedeutsamen Auftrag für mich darin, Veränderungen zu initiieren und unseren Mitarbeitern dabei die Sicherheit zu geben, die sie brauchen, um selbst agiler und mit viel Eigeninitiative neues auszuprobieren. Mir liegt daran, Mitarbeiter mitzunehmen.

Es bleibt also spannend, auch für mich bei der Umsetzung. Da Sylvia und ich ein eigenes mittelständiges Bauunternehmen haben, in welchem ich auch die Geschäftsführung wahrnehme, werde ich die Aufgaben für TEAM.F im Rahmen einer Teilzeit-anstellung und teilweise von meinem Büro in Schwedt aus wahrnehmen.
 

Somit wird mich und uns das Thema „digitale Zusammenarbeit und die Zusammenarbeit von agilen Teams auf Entfernung“ in Zukunft noch intensiver berühren. Unsere Beziehungen untereinander werden wir dabei gut im Blick behalten. Wir sind ein Werk, das sich für gute Beziehungen und stabile Persönlichkeiten einsetzt. Bei aller Digitalisierung und zukünftigen Veränderungen: Daran ändert sich nichts. Das ist für uns als Mitarbeiter besonders wichtig, und hier gilt es, sehr achtsam miteinander umzugehen.

Ich freue mich auf Sie und Euch,
Ihr Ulrich Menter

Dr. Ulrich Menter, Schwedt, 51
Verheiratet mit Sylvia, 5 Kinder
TEAM.F Leitungsteam

 
Neue Wege

Es ist schon spannend, was so eine krasse Ausnahmesituation, wie wir sie in den letzten Monaten erlebt haben – neben aller Stagnation – freisetzt. Wenn das Leben heruntergefahren und Selbstverständliches außer Kraft gesetzt wird, setzt das bei vielen Menschen in unterschiedlichen Bereichen Kreativität, Initiative, Motivation und neue Ideen frei. Und das Gute ist: Das wird bleiben, auch wenn Pandemie und Lockdown Vergangenheit sind.

Wir sind sehr dankbar, dass viele von Ihnen mit Spenden dafür gesorgt haben, dass wir nötige Entwicklungsprozesse anstoßen konnten. Mit voller Kraft hat z. B. das Schiff „Online-Angebote“ Fahrt aufgenommen, Mitarbeiter starten, ausgerüstet mit der dazu notwendigen Technik – das alles ist ausbaufähig, doch es läuft. Ein herzlicher Dank an alle, die das mit Manpower und finanziellen Mitteln möglich gemacht haben!

Ja, TEAM.F bleibt weiter für die Menschen in unserem Land Ansprechpartner – nun auch digital. Im Verlauf des Jahres sicher auch wieder in Präsenzveranstaltungen, doch verstärkt auch auf NEUEN WEGEN. Wir würden uns freuen, wenn Sie in dieser spannenden Entwicklung an unserer Seite sind und diese weiter mit Ihren Spenden ermöglichen.

Herzlichen Dank und Gottes Segen!

Ihr Ulrich Menter und Eckhard Goseberg

Spendenkonto
KD Bank eG Dortmund
DE 66 3506 0190 2119 8950 17
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Verwendungszweck:
Neue Wege